Donnerstag, 17. April 2008

Schottland (10): Der letzte Tag...

Heute geht es dann wieder nach Hause. Wirklich schade, es war echt eine tolle Zeit hier in Schottland…
Was man zu diesem Tag noch sagen könnte… nachdem wir 15 Stunden nur unterwegs waren. Schaut euch doch einfach mal an mit was wir unterwegs waren…

Ja das war unser Fluggefährt von Inverness nach Edinburgh. Echt nett, oder?? Naja, zumindest hatte man da einen guten Überblick über die Highlands von Schottland, da dieser kleine Flieger nicht gerade hoch fliegen konnte.

Achja, die Sache mit dem Geld. Heute hatten wir Ausgaben für Bus, das Taxi zum Flughafen, einen Kaffee und ein paar Sachen zum Essen.
Fazit: wir haben noch 35 Pfund übrig… was umgerechnet ungefähr 50 Euro entspricht… das heißt, unser Geld hätte gerade so gereicht… wir hätten uns das Wechseln „sparen“ können…

Mittwoch, 9. April 2008

Schottland (9): Die Sache mit dem Bus

Bei unserer Ankunft am Clansman Harbour fragten wir uns schon wie wir wieder nach Hause kommen sollten. Der Bus hatte uns gerade genau vor dem Hotel rausgeworfen. Auf der anderen Straßenseite gab es aber keine Haltestelle, nur eine Parkbucht. Aber nirgends ein Hinweis, dass da ein Bus halten könnte. Wir waren irgendwie verunsichtert. Doch der Busfahrer hatte uns gefragt, ob wir eine Rückfahrt haben wollen. Also musste es irgendwie wieder zurückgehen. Doch wir entschlossen uns erst einmal unsere Bootstour zu machen und dann weiter zu sehen.
Die weitere Geschichte bis wir von der Wanderung zurück kamen, kennt ihr ja. Die nette Frau von der Rezeption hat uns erzählt, dass es hier in Schottland nichts ungewöhnliches ist, wenn man sich an die Straße stellt und einfach den Bus durch ein Handzeichen anhält. Das sei hier ganz normal. Allerdings müssten wir zu der Parkbucht am Straßenrand gehen, damit der Bus auch halten kann. Gut wir wollten es mal versuchen.
Die Abfahrtszeit des nächsten Busses war genau jetzt. Also rannten wir zu der Parkbucht. War er vielleicht schon vorbei. Wir warteten 5 Minuten, 8 Minuten... dann endlich kam einer um die Ecke. Wir hoben die Hand und winkten... es passierte nichts. Der Bus kam näher.... ich hob noch mal die Hand... und endlich blinkte der Bus und hielt vor uns in der Parkbucht. Wir bezahlten ganz normal und fuhren zurück in unser Dorf.
Eine andere Ungewöhnlichkeit sind die Kamikaze-Busfahrer. Hier muss man wirklich Angst haben nicht an seiner Endhaltestelle anzukommen. Dass die Autofahrer hier total verrückt sind, haben wir ja schon festgestellt. Aber selbst die Busfahrer rasen hier auf Teufel komm raus über die Straßen... die hier wirklich nicht breit sind. Wir hatten einmal einen Fahrer, der heizte im Dunkeln mit umgerechnet 120 km/h über die Straßen... und so ging es fast jedes Mal. Echt krass, wenn Busse von Autos ausgebremst werden und nicht anders herum.

Kommen wir also wieder zum Tagesgeschehen. Mit dem Bus sind wir dann also weiter nach Fort Augustus, wo wir ja eigentlich hin wollten. Mittlerweile war es aber schon zu spät um irgendwelche Wanderungen zu unternehmen. Wir fuhren also nur dahin um uns den Ort einmal anzuschauen.
Nach einer langen Fahrt immer am See entlang, erreichten wir schließlich Fort Augustus. Und waren erst einmal irritiert.... Wir hatten uns das eigentlich anders gedacht... dies war nur in kleiner netter Fischerort... wir dachten er wäre etwas größer.... Doch was solls. Wir machten uns erst einmal auf den Weg zum Hafen, oder zum See. Von hier hatte man einen wunderschönen Blick über die Weiten von Loch Ness.

Hier wäre auch der ideale Ort um Nessie zu beobachten… und hier blieben wir auch eine Weile und bewunderten die tolle Aussicht.

Irgendwann gingen wir dann noch eine kleine Runde und bewunderten den Ort, der nicht groß, aber richtig schön war…


Es gab sogar kleine Kanninchen im Park, die da einfach so rumhüpften…

Gegen Abend wollten wir dann noch eine Heiße Schokolade trinken, bevor der nächste Bus zurück fuhr… der letzte übrigens. Also sind wir in ein nettes kleines Restaurant rein. Dort haben wir erst einmal 10 min gewartet bis der Kellner überhaupt kam… er war irgendwie nur allein für alles zuständig… Die Schlange für die Döner und Pizzabestellungen wurde immer länger… und unsere Zeit immer kürzer… Als wir nur noch 10 min hatten bis zu der Zeit, wo wir wieder zur Bushaltestelle gehen wollten, beschlossen wir das Restaurant zu verlassen… zum zweiten Mal in diesem Urlaub… diesmal, weil wir keine Lust hatten, die Schokolade in fünf Minuten zu trinken…wenn überhaupt… Also mussten wir ohne mit dem Bus wieder zurück. Und sind auch gut angekommen.

Ausgaben heute: rund 45 Pfund für Bootstour, Bus und Abendeinkauf

Donnerstag, 3. April 2008

April, April,...

nein, leider nicht… das ist sogar für einen Aprilscherz zu krass… und das Problem ist, dass ich Teil dieser Firma war…
Wers nicht glauben kann oder will, kann einfach mal hier nachschauen…
Es war wirklich unabsehbar… einfach von heut auf morgen… einfach so stürzte unsere Welt ein… die Firma lief nicht mal vier Monate… Plötzlich ist alles anders… wirklich alles…
Einer meiner Blogger-Freunde sagte vor kurzen in einem Posting „Alles wird wieder gut…“ Naja, noch glauben wir nicht dran… aber wahrscheinlich wird es wieder… man sollte die Hoffnung NIE aufgeben…
Und demnächst wird es hier auch wieder den gewohnten Weg gehen… und es gibt neue Einträge über Schottland… die schöne alte Zeit…

Dienstag, 1. April 2008

wie das Leben so spielt...

Es war einmal – ja so fangen alle Märchen an… Es war einmal eine kleine Fernsehfirma in Kempten, die viel über Sport berichtete. Vor allem Wintersport aus dem Alpengebiet…
Doch wie das Schicksal so wollte, kam eines Tages der Chef vorbei und überbrachte schlechte Nachrichten… Leider können wir die Firma nicht weiter am Laufen halten, erzählte er… wir müssen sie leider alle entlassen…. Und so standen plötzlich alle Mitarbeiter von heut auf morgen auf der Straße… und das Unternehmen läuft seinem Ende entgegen… immer weiter bergab…
Und so war einmal…. ja, so gab es einmal eine kleine Fernsehfirma im Allgäu, die viel über Sport berichtete…

Montag, 24. März 2008

Schottland (8): Auf dem See...

Unser Plan für den letzten Tag war, eine der Wanderrouten von Fort Augustus aus zu gehen. Doch zuvor wollten wir noch eine Runde auf dem See drehen. Mit dem "weltberühmten" Nessie Hunter, der hier im Dorf losfuhr. Ein kleines nettes Boot das Passagiere über den See befördert. Doch wie waren wir enttäuscht als wir hören mussten, dass der Nessie Hunter in der Nebensaison nicht fährt... Was sollten wir tun. Doch da gabs noch ein anderes Unternehmen, dass Bootstouren anbot. Allerdings sehr weit außerhalb des Ortes. Vielleicht erwischt ihr ja noch einen Bus dorthin, meinte der Verkäufer, dem wir die Bootsfahrt abkaufen wollten. Also los zur Bushaltestelle... Gut, der nächste Bus fuhr erst in einer Stunde. Da könnten wir es also noch mal auf der Bank versuchen und etwas Geld tauschen. Dort angekommen, hatte die tatsächlich auf... Ich würde gern Geld tauschen... eine unverständliche Antwort... wie bitte... keine Ahnung was sie gesagt hat, so einen schlimmen Dialekt hab ich noch nie gehört... ich hab nur irgendwas verstanden, was sich wie Post anhörte. Also ab zur Post. Können wir hier Geld tauschen. Natürlich wie viel. Und so tauschten wir noch mal 50 Euro, in der Hoffnung, dass das reicht. Schottland ist schon ein nettes Land: Geld tauschen in der Bank verboten... geht lieber in die Post...

Also zurück zur Bushaltestelle und ab zum Clansman Harbour.

Hier außerhalb war wirklich nur ein winziger Hafen, ein Hotel und ein riesiger Souveniershop. Wir kauften unsere Tickets und hatten noch eine Stunde Zeit. Was sollten wir nur machen. Wir schossen ein paar Fotos und liefen dann im Shop auf und ab, ohne was zu kaufen.
Dann ging es endlich los. Es war richtig toll. Anfangs noch bisschen bewölkt, aber dann schien die Sonne. Es war total schön, alles mal vom Wasser aus zu betrachten.

Die Ufer sind wirklich wenig bebaut. Die Leute schienen eine wahnsinnige Angst vor Nessie gehabt zu haben. Straßen gibt es auch nur auf einer Seite des Sees. Die Aussicht war toll. Wir fuhren bis Urquhart Castle und konnten uns die Ruine nun mal vom Wasser aus betrachten.

Dann gings auch schon wieder zurück. Wir überfuhren auch die tiefste Stelle des Sees... 210 Meter tief. Kurz vorm Hafen sahen wir dann einen Bus auf der Straße vorbei fahren. Er fuhr auch noch in unsere Richtung. Na toll... hat ja wieder super gepasst, davon abgesehen, dass hier Busse maximal nur jede Stunde fahren... Wir sind also wieder in das Hotel um zu fragen, wann denn der nächste fährt... ja gut, da hatten wir mal wieder haufen Zeit... Diesmal anderthalb Stunden. Doch was sollten wir hier anfangen. Hier gab es doch nichts. Wir gingen also bisschen auf dem Parkplatz umher und fanden schließlich ein paar Wanderwege. Wunderschöne sogar. Also beschlossen wir erst einmal hier zu bleiben und hier zu wandern und später nach Fort Augustus zu fahren.
Die Wege führten den Berg hinauf genau am See entlang. Wir hatten also immer einen wunderschönen Blick auf Loch Ness.

Und es wurde noch besser. Irgendwann zweigte der Weg dann in die Dickichte des Waldes ab. Aber wir fanden einen tollen Pfad der nach oben führte. Wieder wunderbar wie im Märchenwald. Doch wo er endete war nicht toll. Wir fanden uns auf der Spitze des Berges wieder. Total gerodet. Überall lagen gefällte Bäume. Nicht wirklich schön. Wir fanden leider auch keinen anderen Weg den wir gehen konnten. Also wieder den Pfad zurück. Dann sind wir noch eine kurzen Rundweg gelaufen. Sebastian hat versucht auf einer Böschung einen ausgeschilderten Aussichtspunkt zu finden, der aber anscheinend überhaupt nicht existierte. Dann sind wir wieder zurück. Nicht den gleichen Weg, doch dieser war genauso schön. Und immer hatten wir Loch Ness im Blick.
Beim Hotel angekommen, haben wir noch mal nachgefragt, wann den der nächste Bus fährt. Die Antwort lautete: Eigentlich müsste er jetzt kommen. Also sind wir losgerannt. Ob wir ihn wirklich noch gekriegt haben, erfahrt ihr im nächsten Eintrag.

Sonntag, 23. März 2008

Schottland (7): Eine Insel mit tausend Bergen...

... und einer davon gehörte uns. Sieht er nicht toll aus...

Nach unser Wanderbeschreibung hätte ich nicht mit so was gerechnet... das ist schon eine Herausforderung...
Leider begann dieser Wanderweg diesmal nicht bei uns im Ort, sondern in einem abgelegenen Örtchen wo nur drei Busse am Tag hinfahren... und der einzige am Morgen ging wirklich zu früh. Wir waren uns auch nicht mehr sicher wie weit es bis in den Ort war... aber wir beschlossen den Weg dorthin in unsere Wanderung einzubeziehen. Leider waren es 7 km. Und diese zogen sich auch noch mit einer wahnsinnigen Steigung nach oben. Doch auf der Spitze angekommen, wurden wir dann irgendwann mit einem wundervollen Blick auf die Highlands belohnt... Damit hätten wir nun nicht gerechnet... es war wirklich toll...

Und im Hintergrund dieser eine Berg... Noch ahnte keiner von uns, dass er bald uns gehören würde.
Die Straße zog sich allerdings noch lang hin... bis wir endlich dieses kleine Örtchen erreichten, was man fast übersehen hätte... nur Aufmerksam gemacht durch die Töpferei an der unsere eigentliche Wanderung begann.
Der Weg der jetzt kam, führte wieder durch wundervolle moorige und moosbewachsene Wälder mit kleinen Bächen... durch tolle Märchenwälder.

Bis... ja, bis dann plötzlich die Birken lichter wurden und sich vor uns nur noch eine endlose Fläche mit Heidekraut erstreckte. Wir hatten die Baumgrenze erreicht.


Und die Wege wurden nicht besser... Hier ähnelten sie wirklich einem Flusslauf... und es war schwierig über die Steine zu hüpfen und nach oben zu kommen. Aber warum nicht, normal ist auch langweilig... So kamen wir schließlich immer höher und hatten immer besseren Ausblick auf die Umgebung in der wir uns befanden. Langsam wurde hinter uns auch wieder Loch Ness sichtbar und dahinter noch höhere, noch schönere, mit noch mehr Schnee bedeckte Berge der Highlands.


Und vor uns wurde alles noch grauer und trister, wir näherten uns dem Bergkamm. Dort angekommen, mussten wir einen riesigen Zaun über eine Leiter überqueren und hatten einen tollen Blick auf das Hochland das uns umgab. Da war nichts, nichts außer Heidekraut... es sah aus wie eine Wüste aus Heidekraut... einfach Wahnsinn... es war ein tolles Bild... da überleben nur noch die durchsetzungsfähigsten Pflanzen...

Weiter gings also entlang des Kammes, immer weiter auf die Schneegrenze zu. Hier bestand nur noch alles aus Heidekrautwiesen und Wasser. Es wurde irgendwie immer nässer. Und langsam begannen meine Füße auch wieder Feuchtigkeit zu spüren... aber was solls... daran konnte ich im Moment auch nicht ändern. Wir kamen dem ersten Berggipfel immer näher... die Aussicht wurde immer besser. Auf der einen Seite nur graue Wüste auf den Gipfeln der Berge, auf der anderen Loch Ness und dahinter schneebedeckte Berge...

Es dauerte noch eine ganze Weile bis wir die ersten Schneefetzen erreichten... und hatten somit auch die Schneegrenze hinter uns gelassen. Und da überfiel uns auch schon der erste Schneesturm.... wirklich böse... doch wir kämpften uns weiter nach vorn. Und erreichten den nächsten Gipfel... Dort genossen wir mal wieder die wundervolle Aussicht zwischen den Wolken.
Sebastian wollte immer weiter nach oben... wollte den Gipfel im Schnee erreichen. Doch mir fehlte langsam die Kraft... vor allem im Anbetracht die ganze Strecke wieder zurück zu müssen. Außerdem fing mittlerweile auch mein zweiter Fuß an nass zu werden... Doch der Gipfel stand vor uns... tief mit Schnee bedeckt... Eigentlich nicht mehr weit... er wartete nur auf uns... Irgendwann überwand ich mich dann und legte auch die letzten Meter des Aufstiegs durch dichten Schnee zurück. Oben überflog den Gipfel dann gleich mal eine Wolke und wir standen wieder im Schneesturm. Doch wir hatten es geschafft... wir hatten diesen Berg bezwungen... wir standen 700 Meter über dem Meeresspiegel und betrachteten im Schneesturm die weiten Ausläufer von Loch Ness... einfach ein tolles Gefühl... und ein toller Ausblick.

Langsam kehrte auch meine Kraft wieder zurück und wir begannen den Abstieg. Zurück durch den Schnee, die nassen Heidekrautwiesen und den steinigen Weg. Meine Schuhe hatten mittlerweile total ihren Nässeschutz aufgegeben... ich spürte richtig wie das Wasser an meinen Füßen entlang floss. Doch es störte mich nicht... mittlerweile hatte ich mich dran gewöhnt (ich bin nachher nicht mal krank geworden..). Weiter gings durch den wunderschönen Märchenwald und das Moor zurück zur Straße. Die 7 km in unser Dorf standen uns noch bevor. Immer mehr spürte ich meine Beine, immer mehr fehlte mir die Kraft. Doch ich hielt durch... und der Blick auf den bezwungenen Berg gab neuen Mut. Langsam wurde es dunkel... und wir schlichen immer weiter unserer Unterkunft entgegen... Ich muss sagen, ich hab meine Beine noch nie so doll gespürt...
Doch gelohnt haben sich diese total anstrengenden 25 km auf jeden Fall... wir haben unseren ersten schottischen Berg erklommen und hatten einen wundervollen Ausblick auf Loch Ness und die Ausläufer der Highlands...

Ausgaben heute: 10 Pfund (für Einkäufe fürs Abendessen)

Samstag, 22. März 2008

Schottland (6): überall Wasser...

Wir sind also am morgen erst einmal zur Bank of Scottland um Geld zu tauschen. Doch wie sollte es auch anders sein. Die Bank hat nur an zwei Tagen in der Woche auf. Und wir hatten keinen von beiden erwischt...


Für heute hatten wir eine Wanderung zu einem Wasserfall geplant, die wir im Internet recherchiert hatten. Eigentlich sehr präzise beschrieben... hofften wir zumindest. Los gings sogar bei uns im Ort. Die Wanderung ging vorbei an riesigen Mammutbäumen, die uns den Weg wiesen...





weiter durch wunderschöne Birkenwälder oder durch dunkle vermooste Bäume.

Hier bekamen wir erst so richtig mit, was Schottland im März eigentlich bedeutet. Es gab immer wieder Regenschauer. Das beste daran war jedoch, dass durch den Wind die Wolken auch in Windeseile wieder weg waren. Dann schien wieder für längere Zeit die Sonne. Das war echt praktisch... zumal es immer nur kurze Schauer waren. Naja, und von den Wegen mal ganz abgesehen... Es gab da echt Teile, die sehr durchnässt waren. Sehr viel Wasser, sehr viel Matsch... und ich war die Erste, die den Weg ausgemessen hat... und im Matsch gelandet ist. Hier die Unglücksstelle... ;-)

also nicht nur nasse Schuhe... die bei der Tour nicht lange durchhielten, sondern auch noch nasse Hosen... Doch was solls, das gehört einfach dazu... Dafür sind wir ja nach Schottland gefahren. Aber es kann auch noch schlimmer kommen, wie ich am nächsten Tag feststellen musste...
Unsere Tour ging als erstes hinauf auf einen Felsvorsprung mit wunderschönem Blick auf unser Dorf und Loch Ness. Hier verbrachten wir einige Zeit mit dem tollen Ausblick... bis der nächste Regen kam...

Dann gings weiter über matschige und feuchte Wege... entlang an Feldern und Wäldern... bis zu einer Stelle an der uns unsere Beschreibung irgendwie in die Irre führen wollte... Wir wussten nicht mehr so richtig, welchen Weg wir denn nehmen sollten... Doch wie auf Bestellung kam uns da plötzlich ein Hund entgegen, gefolgt von einer sehr hilfsbereiten Schottin... ja wer glaubt da nicht an Zufälle... Jedenfalls konnte sie uns gut helfen und wir waren sicher alles richtig verstanden zu haben. Zumindest stimmte das wieder einigermaßen mit unserer Beschreibung überein.
Natürlich durfte eins auf dieser Wanderung nicht fehlen. Und das war der Besuch einer Schafherde... Aber irgendwie waren die niedlichen Tiere damit nicht einverstanden... jedenfalls liefen sie immer weg... bis auf eins...

aber das wollte dann auch nicht mehr.

So erreichten wir dann die kleine Straße, die noch weiter hinauf zu dem Wasserfall führte. Aber irgendwie verfinsterte sich der Himmel diesmal ganz schön. Und wir waren prompt an unserem Ziel angekommen, da ging auch schon der Wolkenbruch los. So verbrachten wir also 15 wundervolle Minuten zu zweit unter einem Regenschirm... und konnten in Ruhe den Wasserfall betrachten... 
Der Rückweg war ruhig und angenehm und wir erreichten ohne große Zwischenfälle unsere Unterkunft.
Abends haben wir dann einen kleinen Supermarkt aufgesucht, der hier eher an einen Tante-Emma-Laden erinnert. Dort haben wir uns gut eingedeckt, denn wir wollten heut ja nicht schon wieder Abendessen gehen. Das Weißbrot in Schottland ist jedenfalls echt gut...

Ausgaben heute: 10 Pfund